Zurück zu sich selbst – wie Cacao das Nervensystem beruhigt und öffnet zugleich
Mein Vorname war schon immer ein Gesprächsstarter. Freunde in meinem Alter waren meistens eher erstaunt darüber – nicht selten hörte ich, dass sie den Namen bisher nur von Frauen im Alter ihrer Mutter kannten. Auch im Ausland wurde es regelmäßig spannend: Beim Frankreich-Austausch in der 7. Klasse war schnell klar, dass ein Wort, das mit H beginnt und mit E endet, im Französischen einfach nicht so recht funktionieren will. Und auch später, in meiner Zeit im englischsprachigen Ausland, entstanden immer wieder neue, kreative Varianten meines Namens.
Umso schöner – und seltener – ist es, wenn plötzlich eine zweite Heike vor einem steht. Etwa im gleichen Alter, mit einer ganz eigenen Geschichte, und trotzdem mit diesem vertrauten Gefühl von Wiedererkennen. Genau so ist es mir mit Heike ergangen.
Kennengelernt habe ich sie über meine Schwester. Und ich liebe diese Momente, in denen durch andere Frauen neue Verbindungen entstehen – wie ein unsichtbares Netz, das sich immer weiterspinnt, wenn wir einander weiterreichen, was uns selbst gut tut.
Seitdem schicke ich Heike immer wieder ein Päckchen Cacao. Es ist inzwischen fast ein kleines Ritual zwischen uns geworden – und ehrlich gesagt fühlt es sich für mich jedes Mal an wie ein Liebesbrief an sich selbst. Als würde ich ihr sagen: Nimm dir diesen Moment. Er gehört ganz dir.


Warum Cacao dem Nervensystem so guttut
Bevor ich von Heike und ihrer Arbeit erzähle, möchte ich noch einmal genauer hinschauen, was Cacao eigentlich im Körper bewirkt – denn genau das ist es, was seine Wirkung so besonders macht: Er beruhigt und öffnet gleichzeitig.
Theobromin statt Koffein. Cacao enthält, anders als Kaffee, in erster Linie Theobromin – ein Alkaloid, das dem Koffein verwandt, aber in seiner Wirkung deutlich sanfter ist. Während Koffein das Nervensystem eher abrupt in Alarmbereitschaft versetzt und nach ein paar Stunden für einen ebenso abrupten Einbruch sorgt, wirkt Theobromin langsamer, milder und deutlich länger anhaltend. Es erweitert die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung – auch im Gehirn – und sorgt so für eine klare, wache Präsenz, ohne das nervöse Zittern oder die Unruhe, die Kaffee oft mit sich bringt. Das ist auch der Grund, warum Cacao und Kaffee sich so unterschiedlich anfühlen: Kaffee pusht, Cacao trägt.
Magnesium für das vegetative Nervensystem. Cacao zählt zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln überhaupt. Magnesium wirkt direkt auf das autonome Nervensystem: Es dämpft überschießende Stressreaktionen, entspannt die Muskulatur und unterstützt den Übergang vom sympathischen (Kampf-oder-Flucht) in den parasympathischen Zustand – also genau jenen Zustand, in dem Heilung, Verdauung, Verbindung und echtes Ankommen überhaupt erst möglich werden.
Cacao-Butter – der oft unterschätzte Bestandteil. Neben den bekannteren Wirkstoffen wie Theobromin und Magnesium spielt auch die Cacao-Butter eine wichtige Rolle. Sie besteht größtenteils aus gesunden, gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren, die die Aufnahme der übrigen Wirkstoffe im Körper unterstützen und für ein angenehm sämiges, erdendes Mundgefühl sorgen. Diese Fette tragen zudem dazu bei, dass die Wirkung des Cacaos gleichmäßiger und länger anhält, statt schnell wieder abzuflachen – ein sanfter, getragener Energieverlauf statt eines kurzen Ausschlags.
Anandamid – das „Glücksmolekül“. Cacao enthält außerdem geringe Mengen Anandamid, eine körpereigene Substanz, die auch als „Bliss-Molecule“ bekannt ist, weil sie an dieselben Rezeptoren andockt wie Cannabinoide – nur deutlich subtiler. Sie wird mit einem Gefühl von Leichtigkeit, Verbundenheit und innerem Wohlbefinden in Verbindung gebracht.
Zusammen ergibt das eine Wirkung, die sich schwer in ein einziges Wort fassen lässt: aktivierend und beruhigend zugleich. Ein Zustand, in dem das Nervensystem herunterfährt – und das Herz sich gleichzeitig öffnet.
Genau das ist es, was Heike in ihrer eigenen Arbeit täglich erlebt.

Heikes Weg – von der Funktion zurück zur Essenz
Heike arbeitet als Personal Coach für Frauen. Ihr Fokus: die Verbindung zu sich selbst wiederherzustellen – über Breathwork, über Bewusstsein, über den Atem.
„Ich liebe Menschen, schon immer“, sagt sie. „Mit ihnen auch nur über ein Lächeln auf der Straße in Verbindung zu treten.“ Lange Zeit, erzählt sie, habe sie unbewusst nach der Verbindung zu sich selbst gesucht – und irgendwann festgestellt, dass diese Verbindung nie wirklich weg war. Sie war nur überlagert. Von all den Funktionen, der Disziplin, dem, was das Außen von ihr erwartete.
Heute begleitet sie Frauen genau dorthin zurück: zu ihrer Essenz, ihrem Atem, ihrem Bewusstsein.
Die erste Begegnung mit Cacao
Auch Heikes erste Begegnung mit Cacao war unspektakulär – ein Werbevideo auf Instagram, vor etwa zweieinhalb Jahren. Geschmacklich, sagt sie, habe sie nicht viel erwartet. Doch die Wirkung war sofort spürbar:
„Ich hab sofort gemerkt, wie wohltuend er ist. Wie so ein Pausenknopf.“
Genau dieses Bild – der Pausenknopf – trifft etwas sehr Grundsätzliches: dieses kurze, bewusste Innehalten, bevor der nächste Atemzug, die nächste Session, der nächste Moment beginnt.
Seitdem ist Cacao aus Heikes Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie frühstückt ihn täglich – als ihre Süßigkeit, wie sie selbst sagt. Seit anderthalb Jahren lebt sie zuckerfrei, und in dieser Zeit ist ihr Cacao-Konsum eher gestiegen als gesunken. Zu den meisten ihrer Atemsessions gehört eine warme Tasse dazu – genauso wie in Momenten, in denen sie das Bedürfnis verspürt, ihr Kronenchakra bewusst mehr zu öffnen, um besser empfangen zu können.
„Er öffnet das Herz und schenkt immer innere Wärme“, sagt sie. „Ganz anders als Tee.“
Cacao im Breathwork
Besonders in ihren 1:1 Atemsessions in Präsenz hat Heike den Cacao meist dabei. Für die Frauen, die zu ihr kommen, verbindet sich der Cacao ganz direkt mit dem Thema Verbindung – im wahrsten Sinne des Wortes.

„Sie fühlen sich mehr im Moment angekommen und können besser loslassen, was über den Tag so passiert ist.“
Sie selbst beschreibt die Wirkung als doppelseitig: Cacao kann beruhigend wirken – und genauso öffnend, gerade in holotropen Atemsessions, in denen es darum geht, tief liegende Emotionen und Erfahrungen zugänglich zu machen. Mehr Klarheit, mehr Verbindung zu sich selbst und zum größeren Ganzen, ein intensiveres Erleben – so beschreibt Heike, was sich durch den regelmäßigen Cacao-Konsum in ihr verändert hat.
Was Heike jeder Frau mitgeben möchte
Auf die Frage, für wen Cacao aus ihrer Sicht besonders wertvoll ist, antwortet Heike ohne Umschweife: für jeden – vorausgesetzt, man trinkt ihn in Ruhe, ohne zu viel Ablenkung von außen.
Ihr einziger Hinweis: kurz vor dem Schlafengehen kann Cacao bei manchen Menschen noch anregend wirken. Und Cacao und Kaffee zu mischen, davon rät sie ab – wer weniger Koffein möchte, sollte den Kaffee lieber ganz austauschen, statt beides zu kombinieren.
„Einfach ausprobieren“, sagt sie. „Die Kalorien sind kein Feind, und du wirst spüren, dass du weniger Zucker in deinem Leben brauchst.“
Zurück zur Essenz
Was Heike sich für die Zukunft wünscht, ist ebenso schlicht wie tiefgehend:
„Ich wünsche mir aus tiefem Herzen, dass wir alle in unsere Essenz zurückfinden. In die tiefe Verbindung zu uns selbst – und dann auch zu anderen. Weg vom Funktionieren, weg vom Konsum.“
Es ist genau dieser Gedanke, der mich immer wieder daran erinnert, warum ich Heike so gerne ein Päckchen Cacao schicke. Als eine kleine, stille Erinnerung ist:
Nimm dir den Moment. Komm zurück zu dir. Zurück zum Atem, zurück zum Herz.
Du findest Heike und ihre Arbeit hier.