Do’s und Don’ts bei Cacao: Gibt es sowas?

Zeremonieller Cacao findet immer mehr zu den Menschen hier in der modernen, schnelllebigen Welt und berührt sie tief. Doch gerade am Anfang kommen da einige Fragen auf: Wie bereitet man Cacao richtig zu? Welche Temperatur ist ideal? Darf man ihn süßen – und wenn ja, womit?

In diesem Artikel findest du einige Tipps und Antworten zu den häufigsten Fragen – von der richtigen Dosis bis zu Anregungen für Kinder, Schwangere und die Wahl der Zubereitungsart.

Warum es nicht „das eine richtige“ Rezept gibt

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich mit Cacao in Berührung gekommen bin, war ich anfangs echt ein wenig überfordert.


Wie bereitet man ihn eigentlich zu? Was sind absolute No-Gos?
Mir wurden viele Tipps an die Hand gegeben und manche davon als unabdingbar bezeichnet – und ehrlicherweise hat sich das damals teilweise recht strikt angefühlt. Und so war ich auch strikt und streng mit mir, um ja sicherzustellen, dass ich genau diese „richtigen“ Schritte befolge.

Was ich im Laufe meiner tieferen Begegnung mit dem Cacao gelernt habe: Sie ist alles andere als streng. Und während es manche Don’ts gibt, die tatsächlich einfach hilfreich sind, zum Beispiel um sicherzustellen, dass keine Nährstoffe verloren gehen, sind andere doch eher eine Einladung, um so viel tiefer mit deiner Intuition in Verbindung zu treten und für dich zu spüren, was dich ruft.

Denn wenn eines sicher ist, was uns Mama Cacao erinnert, dann ist es Folgendes: Es gibt kein striktes „richtig“ und „falsch“ in diesem Leben. Sie erinnert uns mit ihren warmen Qualitäten daran, dass wir alle bereits vollkommen sind – und sie erinnert uns, Spaß dabei zu haben, uns in unserer Menschlichkeit zu erfahren.

Welche Temperatur ist ideal, um Cacao richtig zuzubereiten?


Cacao sollte nicht kochen, weil bei sehr hohen Temperaturen wertvolle Inhaltsstoffe, vor allem Antioxidantien, abgebaut werden können. In Kochrezepten würde man vermutlich sagen: „sanft erhitzen“ und nicht kochen lassen.

Zeremoniellen Cacao im Topf sanft erhitzen – Dampf sichtbar

Wenn du also deinen Cacao, so wie ich, einfach gerne warm genießt, sind 60–70 Grad Celsius deiner Flüssigkeit, egal ob Pflanzendrink oder Wasser, kein Problem. Mir wurde mal als Referenz genannt, dass, wenn Dampf anfängt aus dem Topf aufzusteigen, das ein gutes Augenindiz ist.

Cacao mit Milch oder Wasser?


Ich trinke meinen Cacao meist mit Wasser. Du kannst aber problemlos pflanzliche Milch verwenden. Viele von euch lieben den Chuncho mit Kokosmilch, andere verwenden insbesondere für ihre Kinder gerne Hafermilch.
Zu Kuhmilch: Sie ist aus meiner Sicht nicht zu empfehlen, da Casein die Aufnahme mancher Nährstoffe beeinträchtigen kann, wie zum Beispiel Eisen und auch die Antioxidantien. Wenn du die volle Pflanzenkraft betonen möchtest, bleib bei Wasser oder Pflanzendrinks.

Darf man Cacao süßen – und womit?


Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Und ja, natürlich darfst du ihn süßen. Sowohl der Chuncho als auch der Piura Blanco sind mild und je nach Geschmacksgewohnheit nicht bitter. Wenn dir dennoch nach Süße ist, eignen sich natürliche Süßungsmittel wie Datteln oder lokaler Honig. Datteln bringen zusätzlich Ballaststoffe mit. Doch oftmals berührt Cacao gerade auch pur noch einmal etwas Tiefes in uns – probier es aus und schreib mir gern, was du wahrnimmst.

Welches Gefäß ist am besten für die Cacao-Zubereitung?


Zu Beginn meiner „Cacao-Zeit“ meinte man häufig zu mir, der Cacao dürfe auf gar keinen Fall mit Edelstahl in Berührung kommen. Ich habe mich damals dann verzweifelt auf die Suche nach alten Emaille-Töpfen gemacht – dann jedoch über meine Biochemikerin und Cacao-Expertin aus Puerto Rico gelernt, dass das Material, in dem der Cacao zubereitet wird, aus dieser Perspektive keine Auswirkungen auf den Cacao hat. Aus praktischer Küchensicht ist Edelstahl völlig in Ordnung, genau wie Emaille, Keramik oder Glas. Meiden würde ich lediglich unbeschichtetes Aluminium oder blankes Kupfer bei längeren Kochzeiten mit Säure. Für deinen Cacao sind jedoch deine ganz normalen Küchenutensilien perfekt.

Zubereitungsarten: von Hand eingerührt oder im Mixer?


Auch zu diesem Thema gibt es sehr viele verschiedene Meinungen.
Meiner Ansicht nach ist die Essenz von Mama Cacao nicht streng und sie verbietet uns sicher nichts, um uns am Ende mit Schuldgefühlen zurückzulassen.
Im Gegenteil: Sie erinnert uns an Sanftmut, Vergebung, Leichtigkeit und Vollkommenheit im Innen.

Für manche Menschen ist es ein wundersames Ritual, den Cacao nur von Hand ganz langsam und achtsam in die Flüssigkeit einzurühren, andere genießen auch mal die schaumige Konsistenz, wenn er im Mixer zubereitet wird.
Am Ende ist das Wertvollste deine Verbindung mit dir – deine Intention.

Du hast vielleicht selbst schon gemerkt: Ein schnell, hastig getrunkener Cacao neben dem Scrollen am Handy wirkt anders als ein Moment der Ruhe, des Ankommens und des Hinspürens in dich hinein.

Bereite deinen Cacao gerne genau so zu, wie er dir am allerliebsten schmeckt und dich einlädt, dir genau diese kleinen Momente im Leben zu schenken, in denen du die weite, ewige Präsenz in deinem Herzen spürst.

Cacao Ritual Ablauf

Wie viel Cacao pro Tasse ist ideal? (Portionierung)


In der modernen Cacao-Welt wird häufig zwischen einer „zeremoniellen Dosis“ und einer „Alltagsdosis“ unterschieden. Was das bedeutet? Für den Alltag werden etwa 15–25 g Cacao pro Tasse empfohlen, für tiefe Meditationen und Rituale auch zwischen 35–50 g.

Taste dich intuitiv heran, insbesondere wenn du neu in der Begegnung mit dem Cacao bist. Es ist eine wunderschöne Einladung, deinem Körper mit Neugier und Offenheit zu begegnen. Je feiner du deinen Körper wahrnimmst, desto natürlicher findest du die gerade stimmige Menge, Gewürze und Beigaben. Genieße den Prozess des „dir selbst wieder näher Kommens“.

Mit Kindern: langsam herantasten, eher milchiger zubereiten, süßen und ungefähr 1 g pro Lebensjahr als Richtwert nutzen.

Achte darauf, gerade bei größeren Mengen Cacao sehr viel Wasser zu trinken. Das Theobromin und die im Cacao natürlich vorkommenden antioxidativ wirksamen Polyphenole können bei einer höheren Dosis ohne genügend Wasser bei sensiblen Menschen zu Kopfschmerzen oder Unruhe beitragen.

Wie lange sollte ein Cacao-Ritual dauern?


Auch auf diese Frage erinnert die Essenz des Cacaos in uns: Es gibt kein „Muss“, keine Pflicht, keine Strenge. Eine gute Freundin meinte mal zu mir: Entweder ist alles in diesem Leben heilig – oder nichts. Wenn dich dein Ritual tief in den Wald führt, du dort das Gefühl von Zeit vergisst und deine Allverbundenheit spürst, wunderschön! Wenn es mit drei Kindern auf dem Schoß und einem bewussten Atemzug stattfindet, wunderschön!


Das ganze Leben ist eine Zeremonie, und mit dem Cacao spüren wir gerade auch die Tiefe in den vermeintlich kleinen Momenten des Alltags. Genau darin versteckt sich oft die Magie.

Cacao Ritual Dauer Ablauf

Worauf du achten darfst


Sei achtsam mit der Menge Cacao, die du verwendest, wenn du:

  • schwanger bist (lies in diesem Artikel mehr über Cacao während und nach der Schwangerschaft)
  • MAO-Hemmer oder blutdrucksenkende Medikamente nimmst (am besten sprichst du in diesen Fällen mit deiner Ärztin/deinem Arzt)

Und ganz wichtig: Cacao von Hunden fernhalten.

Cacao als Verbindung mit deinem Herzen und deine Intuition

Es gibt hilfreiche Leitplanken wie z. B. Temperatur und Dosierung. Doch der Kern deiner Cacao-Begegnungen bist du: deine Intention, deine Präsenz, dein Körpergefühl. Erlaube dir, dich und diesen Moment zu genießen, ganz egal, wie er entsteht und sich ausbreitet.

Cacao Momente als Vebrindung mit Herz und Intuition

FAQ – Häufige Fragen zur Cacao-Zubereitung
Wie viel Cacao pro Tasse ist ideal?
Für den Alltag 15–25 g, für ein zeremonielles Ritual 35–50 g.

Darf man Cacao süßen?
Ja. Am besten mit natürlichen Süßungsmitteln wie Datteln oder Honig.

Wie lange hält sich Cacao?
Vor Licht und Luft geschützt – etwa in einem Schraubglas im Küchenschrank – hält Cacao mindestens zwei Jahre. Sofern er bis dahin nicht schon leer ist.

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